Tag 40: Analogschokolade

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—   Strenge Bettruhe.

kinshasaVon Blandine verordneter Zwangsruhetag. Ich hätte durchaus Lust, etwas zu unternehmen, aber es ist mir nicht gestattet, das Haus zu verlassen. Also lese ich, döse ein wenig hin, stöbere ein wenig in meinem Gepäck – und mache eine verhängnisvolle Entdeckung: Schokolade. Tatsächlich, vor einigen Tagen habe ich ja eine Tafel gekauft, als Backzutat für einen Kuchen (dringender Wunsch der Zwillinge). Da es aber ohnehin keinen Strom gibt, kann ich sie auch gleich selbst essen, denke ich. Es ist ein Direktimport aus der Türkei. Schon der Verbraucherhinweis auf der Rückseite der Packung hätte mich stutzig machen müssen, „Milchhaltige Verbundschokolade“, stand da, „Enthält kein Schweinefett oder Zutaten“. Es schmeckt abscheulich. Eine ölig-pappige Masse, von Kakao oder Milch keine Spur. Es ist Analogschokolade. Von meinen Schoko-Entzugserscheinungen getrieben, stopfe ich dennoch die ganze Packung in mich rein. Mir ist den ganzen Tag noch übel davon.