Tag 34: Wir fackeln die Savanne ab

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—   Brandrodung im Kongo

kutuZusammen mit einem Bauer machen einen kleinen Spaziergang durch die Savanne. Das örtliche Kloster unterhält hier eine kleine Rinderzucht. Wir haben ein wenig Salz mit und lassen es uns von den Tieren aus der Hand schlecken. Dann machen sich die Bauern daran, die Weide anzuzünden – Ihre Methode, um den Boden fruchtbar zu halten. Hier und da werfen sie ein Streichholz in das trockene Gras. Das Feuer breitet sich schnell aus, bald stehen große Teile der Kuhweide in Flammen. Wir machen, dass wir fortkommen.

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Mit dem Motorboot geht es weiter nach Kutu, wo sich fast zweihundert Fischer haben zusammengefunden haben. Die Saison steht unmittelbar bevor, sie hoffen auf neue Materialien. Mit ihrer jetzigen Ausrüstung können sie zwar genügend Fisch für sich und ihre Familien fangen, zum Verkauf reicht die Menge aber nicht. Lucien überbringt die schlechte Neuigkeit: Das Ministerium hat den Antrag abgelehnt, fürs Erste gibt es also keine neuen Netze, Kühltruhen und Boote. Die Fischer sind enttäuscht, sie fühlen sich von ihrer Regierung im Stich gelassen. Die für sie drängendste Frage: Wo sollen sie den Schulbesuch ihrer Kinder finanzieren? Hier in der Provinz ist der Schulbesuch nicht teuer, pro Kind und Trimester müssen etwa 2 US-Dollar entrichtet werden. Bei fünf, sechs Kindern ist das ein Betrag, den sie nur mit Ach und Krach auftreiben können. Sie diskutieren bis in die Nacht hinein und finden zusammen Lucien eine Lösung, um wenigstens fürs Erste ein wenig Geld für den Schulbesuch ihrer Kinder zu bekommen. Dennoch – sie brauchen ihre Materialien.

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—   Geräucherter Fisch, Marktstand in Isaka