Tag 38: Zurück nach Kinshasa

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—   Gute Heimreise, Bleichgesicht!

bandunduViele Wege führen nach Rom, doch nur einer zurück nach Bandundu. Und der ist aufhaltsam und holprig. Fünfhundert Kilometer geht es quer durchs Land. Unterwegs gibt es viel zu tun: Ein Abstecher in die Pygmäensiedlung, ein kurzes Treffen mit den Fischern in Kutu und spätabends noch ein Termin mit dem Provinzminister in Bandundu. Zudem werden uns eine Menge Briefe nach Europa mitgegeben, die wir in Deutschland einstecken sollen[1].

Wir probieren alle Verkehrsmittel einmal durch. Das erste Wegstück legen wir mit Hiobs Motorboot zurück. Anschließend steigen wir auf das Motorrad um, müssen unterwegs allerdings eine hübsche Strecke zu Fuß zurücklegen, weil der Weg zu sandig zum Fahren ist. Gegen um elf eine Flussüberquerung. Da es keine Brücke gibt und die Fähre schon geschlossen hat, setzen wir via Einbaum zum anderen Ufer über – mitsamt Motorrad, versteht sich. Irgendwann spät in der Nacht kommen wir in Bandundu an. Der Minister schläft schon längst, also tun wir es ihm gleich. Reicht ja auch für einen Tag.

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—   Ein Motorrad passt da locker rein

 


[1] „Nein, Monsieur, der Brief wird nicht ankommen, wenn sie als Adresse lediglich An Frau Soundso in Italien drauf schreiben!“ – „Nicht? Warum denn nicht?“